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Verband macht Schnäppchenjägern Strich durch die Rechnung

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Die bisherige Herbstsaison hat dem Schuh-Einzelhandel wenig Freude bereitet. Die Umsatzzahlen blieben zum Teil deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Umsatz bei Bekleidung, Schuhen und Lederwaren ging zum Beispiel im Oktober 2011 real um 3,1 Prozent zurück.

Vor diesem Hintergrund kalkulieren einige Händler bereits Rabattaktionen: Doch den Schnäppchenjägern macht der BDSE einen Strich durch die Rechnung. Der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels hat seine Mitglieder nämlich jüngst davor gewarnt, mit Rabattaktionen den Umsatzverlust wettmachen zu wollen. Der Verband weist darauf hin, dass der Schuhverkauf mit sinkenden Temperaturen deutlich anziehen wird und damit ein Teil des Rückgangs ausgeglichen werden könnte. Auch stünde das Vertrauen der Kunden auf dem Spiel, denn diese hätten gerade zum Normalpreis die ersten Schuhe gekauft, die kurz darauf in Rabattaktionen verschleudert würden.

Dass sich Rabattaktionen für den Schuhhandel häufig nicht lohnen, zeigt eine Formel des BDSE. Der Interessenverband hat errechnet, dass bei einem Rabatt von zehn Prozent und den üblichen Eckwerten (Handelsspanne von 60 Prozent sowie 17 Prozent variable Kosten) ein Mehrumsatz von über 24 Prozent erzielt werden müsse, um auf Mehreinnahmen durch die Rabattaktion zu kommen.

Schnäppchenjäger müssen aber dennoch nicht auf Tiefstpreise verzichten. Denn punktuell gibt es insbesondere vor den Feiertagen günstige Angebote im Einzelhandel oder in Online-Shops. Wer etwas warten kann, notiert sich den 30. Januar 2012. An diesem Termin startet der gemeinsame Winterschlussverkauf des Einzelhandels. Spätestens dann werden die Preise für Winterschuhe und -stiefel drastisch sinken, denn der Handel muss die Lager für die neuen Frühjahrskollektionen räumen.