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Stöckelschuhe – Akrobatik auf Pfennigabsätzen

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Klassische Pumps sind aus der Modewelt nicht wegzudenken. Sie sind Inbegriff des Weiblichen und verzücken Frauen und Männer gleichermaßen. Eine besondere Form dieses vorne spitz zulaufenden Schuhs ohne Verschluss sind die Stöckelschuhe. Mit ihren sogenannten Pfennigabsätzen machen sie aus Pumps extravagante Schuhe, die ihren Platz in der Modewelt gefunden haben.

Erstmals kam der Stöckelschuh – oder auch Stiletto, was soviel wie Bleistiftabsatz heißt – in den frühen 1950er-Jahren zu modischen Ehren. Mit Absätzen, die etwa zehn Zentimeter hoch sind, heben sie den hinteren Teil des Fußes erheblich an und lassen die Trägerinnen förmlich zu neuen Größen heranwachsen. Eine Eigenschaft, die in der damaligen Zeit kleinere Männer nicht gerne sahen. Ebenso mit Schrecken gesehen waren die bleibenden Eindrücke auf dem Boden, die diese sehr schmalen Absätze hinterließen. So wurden sie in vielen öffentlichen Gebäuden sogar verboten. Freude bereiteten sie dagegen den Schuhmachern, die gutes Geld an der immer wieder nötigen Reparatur der Absätze verdienten. Denn diese waren so schmal und mussten zugleich so viel Gewicht auf einem Punkt tragen, dass sie häufig abbrachen. Das ist heute wegen der besseren Verarbeitung etwas seltener der Fall, aber immer noch gehört das Wiederherstellen von Pfennigabsätzen zu den typischen Schusterarbeiten.

Es fällt noch heute vielen Frauen schwer, sich in Stöckelschuhen zu bewegen. Es gleicht einer Akrobatik auf Pfennigabsätzen und so mancher Orthopäde sieht den Trägerinnen mit Schrecken zu. Dennoch haben diese Schuhe viele Fans. Sie stehen als Sinnbild für freche weibliche Eleganz und Erotik und werden deshalb nicht nur von Schuhfetischisten gerne gesehen.