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Schwacher September, aber gute Aussichten

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Während die Konsumenten sich über schöne neue Herbstkollektionen freuen und sich bereits für den kalten Herbst und Winter eindecken, fährt der Schuhmarkt Achterbahn. Das Jahr verlief bisher wenig zufriedenstellend, was auch an der Euro-Krise zu liegen scheint. Dem eher mäßigen August folgte nun ein schwacher September, wie das Institut für Handelsforschung ermittelte. Minus 14 Prozent Umsatz zum Vorjahresmonat wird für den Schuhhandel ausgewiesen.

Dennoch sind die Aussichten gut. Denn nach einer Studie von Markt: Fokus wird sich die aktuell noch schlechte Situation zum Jahresende umkehren. Für Dezember ist demnach mit einer Umsatzsteigerung gegenüber Dezember 2010 zu rechnen. Für das kommende Jahr sieht die Studie ein breites Umsatzplus für den Bereich Schuhe. Bis zu 8,9 Milliarden Euro soll der Handel mit Schuhen und Stiefeln im kommenden Jahr erwirtschaften.

Grundlage der Studienergebnisse sind Konsumgüterdaten aus dem Bereich Schuhe auf Basis der Endverbraucherpreise. Dabei werden bereits erreichte Umsätze analysiert und für die gesamte Warengruppe hochgerechnet. Die Verteilung der Umsatzentwicklung ist aber heterogen. So profitieren Fachhandel, Warenketten und Versandhäuser und Online-Shops nicht im gleichen Maße.

Gerade Online-Shops scheinen im Aufwind. Verstärken könnte sich das noch durch Gütesiegel. Denn mit einem Gütesiegel schaffen die Händler bei den Kunden Vertrauen. Grund: Die Zertifizierung ist üblicherweise mit einer regelmäßigen Überprüfung der wesentlichen Bestellvorgänge verbunden. Immerhin 19 Prozent der Händler verkaufen auch über einen eignen Online-Shop. Fünf Prozent treten als Verkäufer auf Plattformen wie Amazon oder ebay auf. Hier liegt beim Kampf um den Kunden noch ein großes Umsatzpotenzial für kleinere und mittlere Fachhändler.