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Schuhwichse – ganz ordinärer Schuhcremevorläufer

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Schuhwichse – das klingt irgendwie schmutzig. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Mit diesem Vorläufer der modernen Schuhcreme wurde bis vor wenigen Jahrzehnten standardmäßig der Schuh eingerieben, um ihn sauber, glänzend und schön zu machen. Das Wort „Wichsen“ bedeutet ursprünglich „reiben“. Man hat also das Material eingerieben – mit einer wachsähnlichen Substanz, der Schuhwichse.

Was heute mit Schuhcreme erledigt wird, wurde vor gar nicht allzu langer Zeit mit Schuhwichse erledigt. Das Einreiben und Polieren der Schuhe. Nach dem Reinigen wurde etwas von der Substanz auf einen Lappen oder auf den Schuh gegeben, dann mit einem weichen Lappen eingerieben. Das hatte im Wesentlichen zwei Effekte: Einmal wurde der Schuh dadurch gepflegt und gegen Einflüsse wie Feuchtigkeit und Schmutz sozusagen „imprägniert“ und dann brachte das Polieren tatsächlich einen schönen Glanz auf den Schuh.

Schuhwichse gab es in mehreren Ausführungen. Wässrige Mixturen gaben zwar viel Glanz, konnten aber die Feuchtigkeit nicht vom Eindringen in den Schuh abhalten. Seifige Mischungen hingegen waren dafür besser geeignet, brachten aber kein so gutes Glanzergebnis. Fettige Mischungen hielten dagegen die Feuchtigkeit gut ab, nahmen aber nach dem Putzen sehr leicht Staub auf. Alle Schuhwichsen waren schwer zu dosieren, wenn das Leder nicht leiden sollte. Häufig wurde es porös und senkte die Lebensdauer des Schuhs trotz guten Putzens.

Die heutigen Schuhcremes basieren auf diesem Vorläufer, sind aber eine konsequente Verbesserung der Mixturen. Mit ihnen pflegt man die Schuhe, bringt das Leder zum Glänzen und sorgt zudem für den Werterhalt des Schuhs. Sprich: Die Lebensdauer wird positiv beeinflusst.