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Schuhe: Konsum geht zurück

Schuhgeschäfte

Das Jahr lief bisher eigentlich sehr gut. Nun aber hat es aber den Schuhhandel erwischt. Im Juni 2011 blieb der Konsum hinter den Erwartungen zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat gab es im Schuheinzelhandel einen Umsatzrückgang von 17 Prozent. Diese Zahlen legte das Institut für Handelsforschung vor, das jeden Monat ausgewählte Einzelhändler im Rahmen eines Betriebsvergleichs befragt.

Ein Grund für den in der Höhe nicht erwarteten Rückgang ist das Wetter. Dieses zeigte sich nacheinem schönen frühen Mai im Juni und Juli bisher sehr durchwachsen und für den Sommer zu kalt. Die Kauflaune blieb aus, die Sommerschuhe im Schuhregal stehen. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Grund ist nach Auffassung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) die anhaltende Unsicherheit durch die Schuldenkrise in Europa.

Aber auch ganz normale Fakten erklären den Umsatzrückgang bei Schuhen. So hatte der Juni 2011 zwei Verkaufstage weniger als der Vorjahresmonat. Zudem ist dieser außerordentlich gut gewesen und der Umsatz hatte im letzten Jahr ein Plus von 14 Prozent erreicht. Daher ist der Juni 2011 vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation eher als ein Schritt der Normalisierung zu werten.

Der Juli wird aufgrund der Wettersituation vermutlich nicht besser als der Juni ausfallen. Sommerschuhe sind nicht gefragt, eher schon Gummistiefel. Das ändert sich aktuell durch einerseits besseres Wetter und andererseits durch den Sommerschlussverkauf, der gerade gestartet ist. Da noch viele Schuhe auf Lager sind, sind hier deutlich reduzierte Schnäppchen zu erwarten, sodass die verkaufte Zahl der Schuhe – und damit vielleicht der Umsatz – noch einmal kräftig wachsen wird.