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Reebok zahlt Entschädigung für EasyTone

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Große Versprechen hat Reebok mit dem Sport- und Freizeitschuh EasyTone gemacht. Po und Beinmuskulatur werden gestrafft und allein durch das Tragen nehmen die Muskeln an Masse zu, hieß es vor einigen Monaten. Nun ist das offenbar als Werbeversprechen enttarnt, das wissenschaftlichen Untersuchungen nicht standhält. Die Folge: In den USA zahlt Reebok Käufern der EasyTone-Sportschuhe Schadensersatz.

Reebok hat sich damit der amerikanischen Handelsaufsicht gebeugt, hält aber weiter an seinem Glauben an die EasyTone-Funktionalität fest. Denn die innovative Sohlenkonstruktion animiere die Muskeln, die kleinen bewusst gewollten Instabilitäten auszugleichen. Der Körper sei also gefordert und die positiven Effekte in Tests bestätigt. Das Geheimnis dahinter ist eine Funktion darunter: Zwei Luftpads in den Sohlen sorgen für stetiges Ungleichgewicht und damit für Irritationen. Der Körper reagiert darauf, indem die Muskeln einen Ausgleich schaffen. Bisher hat Reebok behauptet, dass der Po durch eine um 28 Prozent größere Aktivierung der Muskulatur gestrafft werde. Ebenso würden Waden- und Oberschenkelmuskeln um elf Prozent stärker aktiviert. Obwohl Aktivieren nicht automatisch einen Muskelaufbau bedeuten muss, werden die Sportschuhe mit diesen Zahlen aktuell nicht mehr beworben. EasyTone wird nun als Lifestyle-Schuh angepriesen.

Seit Verkaufsstart gingen rund zehn Millionen Paar EasyTone-Schuhe über den Ladentisch. Ein Erfolg, der Reebok und dem Mutterkonzern adidas sehr willkommen kam. Der Schadensersatz trübt die Erfolgszahlen nun. Deutsche Kunden können derzeit nicht von den Rückzahlungen profitieren. Die Gelder fließen derzeit nur in den USA. Ob es auch in Europa zu einer Schadensersatzzahlung kommt, ist bisher noch offen. Bis dahin bleiben die EasyTone-Schuhe „nur“ trendy.