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Keilabsatz – anwachsende Sohlen

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Wenn es modische Trends bei Schuhen gibt, stammen diese meistens von italienischen Designern. Dies trifft auch auf den in den 1940er-Jahren erfundenen Keilabsatz zu. Er stammt vom Schuhdesigner Salvatore Ferragamo, der den Ruf eines Design-Visionärs hatte.

Eigentlich ist diese Form des Schuhabsatzes längst wieder out, auch wenn sie seit ihrem ersten Auftreten nie weg war. Dennoch schafft es der Absatz mit der Keilform immer wieder, modische Akzente zu setzen. Manchmal in Verbindung mit Plateausohlen, neuerdings aber wieder verstärkt als Sohle für Sandaletten oder Ballerinas. Dabei ist der Keilabsatz im Grunde gar keiner. Denn genau genommen bezeichnet der Begriff nicht den Absatz, sondern einen besonderen Schnitt der Sohle – und zwar einer absatzlosen!

Der Name stammt von seiner Form. Der Keilabsatz ist eine Sohle, die nach hinten in die Höhe wächst. Dabei läuft die Form manchmal auch im doppelten Sinne des Wortes keilförmig zu. Zum einen in die Höhe, sodass die Sohlenform einer Rampe gleicht, zum anderen nach hinten sich zusätzlich verjüngend, sodass der Absatzbereich hoch, aber schmal ist.

Die Sohle unter einem Schuh mit Keilabsatz verläuft unter dem Schuh insgesamt flach, es gibt keinen Absatz. Lediglich das Fußbett steigt nach hinten an. Das führt dazu, dass der Keilabsatz für Damenschuhe einen ungemein großen Tragekomfort und sicheren Tritt bietet. Das Gewicht wird auf den gesamten Schuh verteilt und bietet so viel mehr Halt als bei den klassischen Schuhen. Trotzdem bleibt die elegante Fußführung der typischen Damenschuhmode erhalten und bietet damit eine schöne Abwechslung zu der Vielzahl von Absatz- oder Stöckelschuhen.