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Jetzt kommt die Fachkraft für Lederverarbeitung

Lederverarbeitung

Fachkräfte fehlen vielerorts. Auch in der Schuhbranche. Denn obwohl viele Marken im Ausland produzieren, sind dennoch ausgebildete Lederexperten notwendig, um die Qualität der Schuhe zu beurteilen, Muster herzustellen oder die Technologien weiterzuentwickeln. So ist es auch in der gesamten Lederwarenbranche. Bei den Schuhen kommt aber noch hinzu, dass die Zahl der benötigten Fachkräfte zwar klein ist, aber ohne sie keine Produktion aufrechterhalten werden kann.

Um den Nachwuchssorgen zu entkommen, wird die Lederwarenindustrie einen neuen Ausbildungsgang schaffen. Die Fachkraft für Lederverarbeitung soll das Know-how in die nächste Generation retten und zugleich so an neuen Technologien ausgebildet werden, dass die Lederwarenindustrie, speziell aber auch die Schuhbranche, für die Zukunft gewappnet ist.

Die Fachkraft für Lederverarbeitung soll nach Willen der Verbände schon dieses Jahr als Ausbildungsgang eingerichtet werden. Dazu werden die bisherigen Ausbildungen modernisiert und zu einer neuen zusammengefasst. Die Ausbildungsinhalte werden insbesondere den technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen angepasst und durch aktuelle Inhalte ergänzt. Auf diese Weise sollen wieder verstärkt junge Menschen angesprochen und für einen Beruf in der Schuhindustrie gewonnen werden. Da die Zahl der benötigten Fachkräfte tatsächlich sehr gering ist, soll die Ausbildung nur in der Schuhstadt Pirmasens stattfinden. Dort soll eine Beschulung zusammen mit dem Ausbildungsberuf des Schuhfertigers erfolgen.

Mit der Modernisierung wird der Ausbildungsgang zur Fachkraft für Lederverarbeitung den Beruf des Schuh- und Lederwarensteppers ablösen. Die Ausrichtung soll breit angelegt sein, um alle Bereiche abzudecken, die sich mit der Verarbeitung von Leder beschäftigen. Dazu zählen auch Täschnerwaren wie Taschen und Gürtel. Ein Schwerpunkt bleiben aber die Schuhe. Die jungen Experten lernen unter anderen, wie ein Schuhschaft und Einzelteile zusammengefügt werden müssen und wie diese zu verzieren sind. Durch verschiedene Vorrichtarbeiten wird aber auch der Weg in Richtung Polstereien und Fahrzeuginnenausstattern geöffnet. Durch die Fachkräfte für Lederverarbeitung wird die deutsche Schuhbranche zukünftig wettbewerbsfähig bleiben.