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Dyspraxie: Daniel Radcliffe und das Schuhebinden

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Eigentlich ist es unvorstellbar, dass es so etwas gibt. Aber Menschen, die unter Dyspraxie leiden, schaffen es manchmal einfach nicht, sich die Schuhe zuzubinden. Die Form einer Koordinationsstörung betrifft dabei Menschen aller Gruppen. Ein ganz bekannter Betroffener soll Daniel Radcliffe sein, der Star aus den Harry-Potter-Filmen. Er scheitert immer wieder daran, sich die Schuhe zuzubinden, obwohl er alle anderen Aufgaben in seinem Leben mit Bravour zu erfüllen scheint.

Dyspraxie ist ein Leiden, dass nicht selten ist, aber durch die sehr unterschiedliche Ausprägung häufig nicht ernst genommen wird. Die Betroffenen wirken einfach nur ungeschickt. Sie sind weder dumm, noch sind sie anderweitig auffällig. Nur einige Koordinationsübungen wie Ballspiele, handwerkliche Arbeiten oder eben das Zubinden der Schuhe werden zu einer ungeahnten Herausforderung, an denen sie scheitern. Noch wahrscheinlicher wird das durch Nervosität und Druck von außen.

Neben der klassischen Schleife für die Schnürsenkel gibt es eine, die leichter und ebenso effektiv ist. Gerade für Menschen mit Dyspaxie vielleicht eine Alternative, mit der sie bessere Ergebnisse erzielen. Und so geht es: Zunächst wird ein Knoten gemacht. Danach wird aus den Schnürsenkelenden jeweils eine Schlaufe gebildet. Diese beiden Schlaufen werden jeweils mit einer Hand gehalten. Nun wird die eine Schlaufe über die andere gekreuzt. Die hintere Schlaufe wird nun über die andere nach vorne geführt und unter der Überkreuzung hindurchgeführt. Beide Schlaufen werden entgegengesetzt nach außen gezogen, bis die Länge passt, ohne beim Gehen auf die Senkel zu treten. Die Schleife ist fertig und der Schuh fest verschlossen.