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Kritisches Urteil von Ökotest zu Kindersandalen

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In einer Ausgabe des Magazins Ökotest werden Kindersandalen getestet. Das Urteil fällt verheerend aus. Nach Meinung der Redaktion hält kein einziger Schuh den Testkriterien Stand. Besonders problematisch sei demnach die große Schadstoffbelastung. Ein Urteil, das Eltern aufhorchen lässt. Sind gute Kinderschuhe doch immens wichtig für die Entwicklung eines Kindes. Doch der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) wehrt sich gegen die Prüfmethoden von Ökotest.

Ökotest: Schadstoffbelastung in Kindersandalen

Namen, wie sie für Qualität stehen. Ökotest hat insgesamt 15 Kindersandalen untersucht (http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=102158&bernr=07). Dabei Produkte von Marken wie Timberland, Jack Wolfskin und Deichmann. Das vernichtende Urteil: einmal mangelhaft und 14-mal ungenügend. Nach Ökotest sind vor allem Schadstoffe in den Schuhen und die ein Grund für schlechte Bewertungen, die bei der Herstellung der Materialien verwendet werden.

Besonders kritisch sieht Ökotest den Chemieeinsatz bei der Produktion der Materialien. Denn zum Gerben und Färben der Lederstoffe oder bei der Herstellung von Kunststoffen werden einige Stoffe genutzt, die in höheren Dosen gesundheitsgefährdend oder krebserregend sein können. Dazu zählen Chrom, Phthalate und verschiedene andere Stoffe. Ein Teil davon ist verboten.

Für Ökotest macht allenfalls ein Gütezeichen wie das EU Ecolabel Hoffnung, das unter anderem den Verzicht von vielen gesundheitsgefährdenden Stoffen kennzeichnet. Insgesamt falle trotz kleiner Fortschritte das Gesamturteil für die Kindersandalen jedoch sehr schlecht aus.

Kindersandalen – der Verband wehrt sich

Der HDS/L wehrt sich vehement gegen das Urteil von Ökotest. Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert erklärt dazu: „Wir können das schlechte Abschneiden nicht nachvollziehen. Die sehr namhaften, renommierten Hersteller von Kinderschuhen halten nicht nur die gesetzlichen Werte ein. Teilweise unterschreiten die Unternehmen sogar die gesetzlichen Anforderungen.“

Unverständlich sei das Urteil insbesondere, da diese Hersteller an Verbesserungen der Herstellungsmethoden arbeiteten. Als besonderen Kritikpunkt nennt Junkert die Grundlagen der Prüfungsmethoden, die für den Verband nicht nachvollziehbar seien. „Wir vermissen hier jegliche Transparenz“, fügt der Geschäftsführer hinzu. Junkert betont, dass alle Kinderschuhhersteller des HDS/L das Thema Schadstoffe auf ihrer Agenda hätten und sich für eine schadstofffreie und gesundheitlich einwandfreie Produktion einsetzen würden.

Es ist daher ratsam auf gute Qualität bei der Bestellung von Kinderschuhen über Schuhshops und im Schuhversand online zu achten.