Schnürsenkel

Viele Schuhe wären ohne Schnürsenkel gar nicht denkbar. Nicht immer passt ein Reißverschluss oder Klettverschluss als Ersatz, nicht immer ist ein dehnbarer Schaft möglich. Schnürsenkel sind traditionell das Instrument, um Schuhe und Stiefel nach dem Anziehen fest zu verschließen und das Obermaterial zusammenzuhalten.


Schnürsenkel waren früher aus Leder, heute bestehen sie überwiegend aus Kunstfasern, gedrehter Baumwolle oder auch Gummi. An den Enden verfügen Schnürsenkel über eine sogenannte Nadel. Diese entsteht, indem die Enden verlötet, verklebt oder ummantelt werden. Vorteil der Nadel ist, dass die Enden der Bänder auf diese Weise problemlos durch die Ösen passen. Die Ösen sind über dem Mittelfuß angebracht und bilden Schnürlöcher. Dort werden die Senkel hindurchgesteckt (parallel oder überkreuz) und am oberen Ende mit einem Knoten und einer Schleife fest verschlossen. Auf diese Weise wird der Fuß sicher im Schuh gehalten. Anders als bei Klettverschlüssen oder Reißverschlüssen bietet diese Art des Zubindens eine individuell variable Sicherheit. Das heißt: Jeder kann seine Schuhe nach seinen Vorlieben fester oder lockerer zubinden. Wichtig ist nur, dass der Schuh gut sitzt und der Fuß nicht beim Gehen hinausrutscht.

Farbe und Länge der Bänder sind abhängig von der Schuhart und deren Farbe. Während es – früher mehr als heute – in verschiedenen Jugendkulturen zum guten Ton gehört, Schnürsenkel in bestimmten Farben zu tragen, folgt die Farbe normalerweise grundsätzlich der Schuhfarbe oder ist dunkler. Zu Abendschuhen sind schwarze Schnürsenkel Pflicht, je heller die Schuhe werden, desto heller dürfen auch die Schnürsenkel werden. Bunte oder kontrastreiche Kombinationen sind ausdrücklich nur Sportschuhen oder Freizeitschuhen vorbehalten.