Donnerstag, 14. März 2013

Der Schuhhandel stagniert



Im Rahmen der GDS in Düsseldorf im März 2013 hat der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) aktuelle Zahlen zur Marktentwicklung im Schuhhandel vorgelegt. Insgesamt stagnierte 2012 demnach der Handel. Grund sei die Wetterlage gewesen, die mit einem späten Sommer und einem milden Winter dem Fachhandel die Umsätze verhagelte. Mehr als „ein gutes Pari“ konnte Dr. Siegfried Jacobs, Geschäftsführer des BDSE, unter dem Strich nicht vermelden.

Dr. Jacobs erklärte zu den Zahlen: „Dieses Ergebnis muss zufriedenstellen, blickt man auf die benachbarte Modebranche: Der Textileinzelhandel musste im vergangenen Jahr sogar ein Umsatzminus von 2 Prozent verbuchen. Insgesamt erreichte der Schuhfachhandel in Deutschland – einschließlich der Filialbetriebe – ein Marktvolumen von knapp acht Milliarden Euro.“ Hinzu kämen noch Verkäufe über Warenhäuser und im Internet, sodass insgesamt das Volumen bei 11,5 Milliarden Euro läge.

Die Situation ist jedoch insgesamt sehr heterogen. Während fast jeder zweite Einzelhändler 2012 über einen Rückgang von Kundenzahlen klagte, konnte der Online-Handel seinen Marktanteil auf knapp elf Prozent steigern. Umso erstaunlicher ist es, dass erst rund 18 Prozent der Fachhändler einen Online-Shop betreiben. Der Markt im Internet ist allerdings stark umkämpft. Mit Zalando, Mirapodo und Amazon machen es gleich drei Riesen den Online-Shops schwer. Zudem ist die Anzahl der Retouren enorm und die Logistik kostet viel Geld. Nur wenige Online-Shops können kostendeckend arbeiten.

Für das Jahr 2013 erwartet der BDSE einen leichten Anstieg der Umsatzzahlen. Dazu meinte Dr. Jacobs: „Ein insgesamt recht stabiles Wirtschaftswachstum, sehr hohes Beschäftigungsniveau, eine prognostizierte Kaufkraftsteigerung von drei Prozent und anhaltend hohe Konsumklima-Indizes lassen hoffen. Ein nominales Umsatzwachstum von etwa 2 Prozent betrachten wir als durchaus realistische Zielgröße.“ Die Einzelhändler sind da etwas vorsichtiger. Nur rund 20 Prozent der Unternehmen rechnen mit einem Umsatzplus.
 

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