
Die Westernstiefel sind bei uns längst schon ein Kultobjekt – zu dem
sind immer wieder im Trend. Ursprünglich wurden sie als Arbeitsschuhe
der Viehtreiber bzw. Cowboys im Wilden Westen getragen. Sie besaßen
einen breiten und langen Schaft, in dem der Fuß einfach und schnell
hineingleiten konnte. Einige Fans dieser Schuh“art“ sehen in dem
robusten Beinkleid ein ganz bestimmtes „Lebensgefühl“, das an das
natürlich wilde und auch abenteuerliche Leben der damaligen Cowboys
erinnert. Schon vor vielen Jahrzehnten hatte der klassische
Westernstiefel sein doch sehr einseitiges Einsatzgebiet verlassen und
ist selbst in Modemetropolen wie London, New York oder auch Mailand zu
Hause.
Erfinder ist der US-Amerikaner Charles Hayer – er hatte die geniale
Idee, ein festes und stabiles Schuhwerk extra für die Arbeiter zu
entwerfen. Immerhin mussten die über Stunden Rinder - oder auch Pferde
- zusammentreiben. Damals wurde der Westernstiefel hauptsächlich aus
robustem Büffelleder (heute: Leder/Kunstleder) gefertigt: so
ausgestattet, waren die Knöchel der Cowboys gut „verpackt“ und sie
bekamen vor allem keine kalten bzw. nassen Füße. Interessant ist auch,
dass die ursprünglichen Westernstiefel ganz bewusst spitz zulaufend
angefertigt wurden. Der Grund: so kamen die Arbeiter leichter in den
Steigbügel – der angeschrägte Absatz sorgte dabei für einen guten Halt.
Gleichzeitig schuf Charles Hayer damit die markanten Merkmale des
charakteristischen Westernstiefel.

Nach kurzer Zeit war der
Westernstiefel unter den Cowboys beliebt – und schon damals wurden sie
in verschiedenen Lederfarben angeboten (mit und ohne Innenfutter).
Wichtig: die Westernstiefel sollten direkt nach dem Kauf imprägniert
werden – dafür gibt es die unterschiedlichsten Sprays im Handel. Damit
bekommt das hochwertige Leder eine Art Schutzfilm – und dieser hält
Verschmutzungen oder auch Regen „auf Abstand“.
Heute sind Westernstiefel aus dem (Mode)Alltag gar nicht mehr
wegzudenken – auch wenn sie nicht in jeder (Fashion)Saison angesagt
sind. Westernstiefel werden genauso gerne von Männern wie von Frauen
getragen. Und auch in dieser (Schuh)Saison „buhlen“ die aktuellen
Modelle um die Gunst der Käufer(innen). Dafür präsentieren sie sich in
den unterschiedlichsten Varianten - Designs und Farben. Und neben dem
klassischen Westernstiefel gibt es sie in einer schicken Falten-Optik –
im Western-Glamour-Look – gesteppt oder auch mit individuellen
Stickereien versehen. Super trendy ist der Used-Look. Was bedeutet,
dass die „wilden Treter“ genauso aussehen, als wären sie schon länger
im Gebrauch. Und das wirkt einfach lässiger und cooler – außerdem
schaffen sich damit Männer wie Frauen ihren ganz persönlichen Style.
Wer sich von den Damen als Trendsetter outen möchte, der trägt den
Westernstiefel ab sofort in einer ausgefallenen Pythonschlangenleder-
oder Kroko-Optik. Ebenfalls angesagt sind Nieten und funkelnde oder
auch farbige Strass- bzw. Kristall-Steine. Viele Promis kombinieren den
Westernstiefel zu sexy Hotpants oder auch Miniröcken – es gibt sogar
einige, die dazu einen Westernhut tragen (muss aber nicht sein!). Und
neben der klassischen Stiefelvariante zeigen sich immer mehr Männer mit
der Western-Stiefelette.