
Die Zeiten, in denen Socken ein unbeachtetes und trostloses Dasein
fristeten, sind endgültig vorbei. Vorausschauende Modedesigner
erkannten, dass Socken nicht nur praktische und funktionale, sondern
auch äußerst dekorative Kleidungsstücke sind. So wurden Socken zu
modischen und dazu unverzichtbaren Bestandteilen jeder Garderobe. Im
Gegensatz zu Strümpfen besitzen Socken Beinlinge, die meistens bis kurz
über den Fußknöchel reichen. Ausgenommen sind einige Herrensocken, die
auf halber Wadenhöhe und „Damen- Söckchen“, die unterhalb des
Fußknöchels enden.
Die Entstehungsgeschichte und Entwicklung von Strümpfen und Socken
begann bereits mit den ersten Menschen. Sie verwendeten Fell- und
Lederlappen, um ihre Füße vor Witterungseinflüssen zu schützen.
Phönizier und Ägypter, Germanen und Römern waren strumpfähnliche
Bekleidungsstücke ebenfalls bekannt, doch bis zu deren heutiger
Perfektion, in Bezug auf Form, Materialien und Design, brauchte es noch
eine sehr lange Zeit. Die Bezeichnung „Socken“ wurde von dem
italienischen Begriff „soccus“ (Schlupfschuh) abgeleitet.
Mit Kreativität, Innovationen und Fantasie entwerfen talentierte
Designer Socken für jede Gelegenheit, jeden Anlass und für jeden
individuellen Geschmack. Neben der klassischen Socke mit traditioneller
Länge und Bündchen gibt es eine Vielzahl an Socken- Varianten. Da ist
zunächst einmal die extrem kurze „Sneakersocke“, die zu Turnschuhen und
natürlich zu den so genannten Sneaker passt. Diese kurzen Socken werden
überwiegend im Sommer getragen. Als „Füsslinge“ werden Socken
bezeichnet, die so kurz sind, dass sie in Sommerschuhen den Anschein
erwecken, als liefe die Person barfuß in den Schuhen.
Witzig und hygienisch zugleich sind Zehensocken, die auch als „Five
Fingers“ bezeichnet werden. Jede einzelne Zehe ist, ähnlich wie die
Finger in einem Handschuh, von der Socke umschlossen. So kann ein
starkes Schwitzen des Fußes unterbunden und stattdessen für ein
angenehmes Fußklima gesorgt werden. Für Sport und Spiel am Strand und
auch fürs Schwimmen sind Strand-und Schwimmsocken bestens geeignet. Sie
besitzen robuste, trittsichere Kunststoffsohlen, isolieren Hitze und
Kälte gleichermaßen und schützen die Füße vor Muschelteilchen und
spitzen Steinen. Bei sportlichen Aktivitäten werden Funktionssocken
getragen. Sie sind atmungsaktiv und regulieren die Feuchtigkeit. Wer
unter stark schwitzenden Füßen leidet, wird sich für antibakterielle
Socken entscheiden, die geruchsmindernd wirken.

Arzt- und Gesundheitssocken zeichnen sich durch ihr gummiloses Bündchen
aus. Sie besitzen eine perfekte Passform, einen ausgezeichneten
Tragekomfort und sind bei 95°C waschbar. Arbeitssocken sind ganz
besonders dick, strapazierfähig, robust und langlebig. Kuschelsocken
werden aus weichem, flauschigem Material gefertigt und sorgen auch an
den kältesten Wintertagen für wohl temperierte Füße. ABS-
Norwegersocken verfügen über rutschfeste Sohlen und besitzen einen
hohen Anteil an nicht filzender Schafswolle. Und dann sind da noch die
asymmetrischen Socken, deren Fußspitzen passend für den linken und den
rechten Fuß gefertigt wurden.
Für die Herstellung all dieser Socken werden verschiedene,
schadstoffgeprüfte Materialien und Material- Kombinationen verwendet,
die dem Öko- Tex Standard 100 entsprechen. Verarbeitet werden Wolle,
Baumwolle und auch Seide, die mit flexiblem Elasthan, Polypropylen oder
Polyamid gemischt werden. Je nach Materialzusammensetzung sind Socken
zwischen 30°C und 95°C in der Maschine waschbar.
Socken gibt es in jeder erdenklichen Farbe und in einer unendlichen
Muster- und Motivvielfalt. Neben all der Farbenpracht der kräftig
leuchtenden Regenbogensocken, der lustigen Ringelsocken oder der Socken
mit Blumen oder Tiermotive, befinden sich natürlich die klassischen
unifarbenen Socken in den Sortimenten der Hersteller. Bei diesem
riesigen Angebot dürfte es nicht schwer sein, die perfekt passenden
Socken zum individuellen Outfit zu erwerben.